Die Bezeichnung WYSIWYG – what you see is what you get – stammt aus der Computersprache und beschreibt ein Oberfläche, die dem Benutzer erlaubt Internetseiten ohne Programmierkenntnisse zu erstellen. Im Moment in dem der Benutzer ein Layout mit Texte und Bilder erstellt wird für ihn das Dokument virtuell sichtbar, so wie es im Browser erscheinen wird. Zeitgleich wird im Hintergrund die komplexe Codierung erstellt mit der allein diese Inhalte sichtbar gemacht werden können.
Übersetzt und auf eine andere Ebene gestellt, benutze ich diesen Begriff für die Vermittlung von Natur in der medialen Welt, die sich tagtäglich aus unseren Fernsehapparaten ergießt, und um deren Bildwirklichkeit zu hinterfragen.
Natur erleben; aufbereitet, Sehnsüchte weckend, aus spektakulären Blickwinkel die Schönheit der Landschaften verstärkend. Wiederholung, sublimes, aber leeres Spektakel, überhöhte Konsum-
rituale, die Einebnung von geografischer Distanz und Differenz. Die um sich greifenden zeitgenössischen Kultur der simultanen, undifferenzierten Unterhaltung und des Kurzzeitgedächtnisses. Durch den Umgang mit den Bildern wird das Gezeigte gleichzeitig überdeterminiert und allgemein.
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